Wissen Sie, wo und vor allem wie die Kleidung, die Sie oder Ihre Kinder gerade tragen, hergestellt wurden?

Täglich wächst die Anzahl derjenigen, die Wert auf, gesunde und ökologisch einwandfreie Produkte legen. Der Wunsch nach verantwortungsvollem Konsum sowie verstärkt auftretende Unverträglichkeiten und Allergien sind  die Gründe, warum sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen, was sie und speziell ihre Kinder Tag für Tag auf der Haut tragen. Aber es ist nicht immer einfach sich im Dschungel der zahlreichen Versprechungen, Begriffe und Bezeichnungen zu orientieren - viele verschiedene Siegel mit unterschiedlich strengen Kriterien sorgen für mehr Verwirrung als Orientierung.


Der Begriff „Bio" ist im Textilbereich nicht geschützt, sodass Sie keine Gewähr gibt, dass es sich tatsächlich um Waren handelt, die nach ökologischen Gesichtspunkten hergestellt wurden. Dasselbe gilt für Begriffe wie „natürlich", „Natur", „gesund",  „Öko",  „Organic“ und wie sie alle heißen. Sie werden viel und oft zu Unrecht gebraucht, sind aber letztendlich nichtssagend: weder über die gesundheitliche Unbedenklichkeit der so bezeichneten Waren, noch über die Umweltverträglichkeit und die sozialen Bedingungen ihrer Herstellung sagen sie wirklich etwas aus. Tests der Firma Öko-Test haben gezeigt, dass längst nicht alles ökologisch einwandfrei ist, wo ein Öko-Etikett dranhängt. Ein Beispiel: Das weit verbreitete Siegel "Öko-Tex Standard 100" (ÖTS 100) besagt nur, dass die Kleidung auf Schadstoffe wie Blei und Cadmium geprüft wurde, nicht aber, aus welchem Material sie besteht.


Nur wenn bei diesen Bezeichnungen der geschützte Begriff „kbA“ (kontrolliert biologischer Anbau) (oder synonym der englische Begriff Organic Cotton) oder „kbT“ (kontrolliert biologische Tierhaltung) steht, handelt es sich wirklich um einen ökologischen Artikel. Jede Art der Landwirtschaft greift in den Naturhaushalt ein und verändert das sensible Ökosystem. Die ökologisch arbeitende Landwirtschaft aber gibt dem Boden schonend die nötige Belebung für eine hochwertige Ernte. Auf belastenden, chemisch-synthetischen Dünger und entsprechende Schädlingsbekämpfungsmittel wird verzichtet. Natürlich ist auch der oft übliche Einsatz von Chemikalien bei der Ernte undenkbar. Das Ergebnis: Naturreinheit in ihrer ursprünglichen Form. Kontrolliert und zertifiziert von staatlich anerkannten Kontrollorganisationen. Achten Sie bei Ihrer Produktauswahl genau darauf! Die offiziellen Qualitätszeichen dafür heißen  „NATURTEXTIL-IVN ZERTIFIZIERT" und  „Global Organic Textile Standard“ (GOTS). Auf diese Zeichen können Sie sich wirklich verlassen. Diese sind garantiert frei von gesundheitsgefährdenden Stoffen und qualitativ hochwertig.

Das Sortiment von Green Avenue ist daher sorgfältig auf seine Herkunft und Herstellungsweise geprüft. Wir erkennen nur offizielle Zertifizierungen an.  Uns ist bewusst, dass Verbraucher  besonders bei der Herkunft der Textilien schnell den Überblick verlieren können.  Eines ist klar: Mode wird kaum mehr in Deutschland produziert. Der Kampf um Wettbewerbsvorteile im Globalisierungsprozess veranlasst die Textilunternehmen ihre Produktionsstätten verstärkt in Billiglohnländer zu verlagern, in denen insbesondere junge Frauen unter oft unmenschlichen Bedingungen arbeiten.
Wir bei Green Avenue setzen auf Transparenz, d.h. wir liefern vollständige Produktinformation und zeigen die gesamt-ökologischen Konzepte unser Hersteller auf. Anbauqualität, Verarbeitungsqualität und Produktqualität sind die Grundlagen für die Auswahl unserer Textilien. Denn wer sich für den Kauf von ökologischer Mode entscheidet, möchte sichergehen, dass diese tatsächlich schadstofffrei ist!

Überblick Siegel:


Naturtextilien IVN

 

Geprüfte Sicherheit für ökologische Textilien: Der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V., kurz IVN, vergibt aktuell drei verschiedene Label für ökologisch hergestellte, umweltfreundliche und gesunde Produkte. Breit anerkannt verfolgt der IVN einen human-ökologischen Ansatz. Naturtextilien werden daher von der Produktion des Rohstoffes über alle Herstellungsstufen bis zum Endprodukt nach ökologischen Herstellungsverfahren gefertigt.


Der IVN steht für folgende Prinzipien ein:
•    ökologischer Anbau und Tierhaltung
•    umweltschonende Produktionsverfahren ohne chemisch-synthetische Ausrüstung und umweltbelastende Zutaten, Färbungen und Hilfsmittel
•    langlebige Produkte
•    nachprüfbare Kriterien und Kontrollmechanismen.


NATURTEXTIL zertifiziert BEST

Dieser, vor allem im europäischen Raum bekannte Standard liegt weit über der Gesetzgebung der europäischen Union. Er ist derzeit der Standard mit den höchsten Ansprüchen an textile Ökologie und zeigt das im Augenblick maximale, realisierbare Niveau auf. BEST spiegelt seit 2000 die vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e. V. (IVN) entworfenen Richtlinien für Naturtextilien wieder und bildet die gesamte textile Produktionskette ab, in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht. Bewusst wird hierbei eine eingeschränkte Palette an Qualitäten und Produkten in Kauf genommen.

 

 

 

GOTS

 

 

Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Richtlinien liegt in der Mindestmenge an zertifizierten Naturfasern. Aus minDer GOTS wurde entwickelt, damit es ein weltweit einheitliches, eindeutig erkennbares Qualitätszeichen/Label für ökologische Textilien gibt. Die Ansprüche des GOTS liegen etwas unter denen des NATURTEXTIL IVN zertifiziert  BEST und stellt damit somit den Mindeststandard für Produkte, die der IVN als echte und konsequente Naturtextilien bewertet, dar.destens 90% Naturfasern muss ein Produkt    bestehen, wenn es das GOTS-Label tragen soll, höchstens 10% dürfen synthetische Fasern oder Viskose sein. Lediglich für Socken, Leggins und Sportbekleidung dürfen bis zu 25% synthetische Fasern eingesetzt werden. Unabhängig davon müssen insgesamt mindesten 70% der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft (kbA oder kbT) stammen.

 

 EU Blume


Das europäische Umweltzeichen soll Produkte fördern, die sich weniger schädlich auf die Umwelt auswirken als andere Erzeugnisse der gleichen Produktgruppe und die für den Konsumenten eine genaue und wissenschaftlich fundierte Produktinformation und Produktberatung bereitstellen.  Daher ist die „EU-Blume“ in ganz Europa zu einem Symbol für umweltfreundlichere Produkte geworden, das dem Verbraucher als einfacher und zuverlässiger Wegweiser dient. Alle mit der „Blume“ gekennzeichneten Produkte sind von unabhängigen Stellen auf die Einhaltung strenger ökologischer und qualitativen Kriterien geprüft worden. Derzeit gibt es 26 verschiedene Produktgruppen und sind bereits über 250 Lizenzen für mehrere hundert Produkte erteilt worden.

 



SKAL

Unabhängige Stiftung als Kontrollstelle für ökologische Produktionen.
Das Ziel von SKAL ist es, dem Verbraucher Sicherheit zu geben, dass „ökologische“ Waren, auch wirklich aus ökologischen Prozessen entstanden sind. Skal unternimmt unabhängige und unangemeldete Kontrollen und Inspektionen vom Boden, der Ernte und den daraus gefertigten Produkten: Skal zertifiziert Produkte und Waren von international tätigen Unternehmen und arbeitet eng mit den entsprechenden Kontrollinstanzen der EU zusammen. Ist der Produzent oder das Produkt ökologisch einwandfrei, darf in den meisten Fällen auch das EKO Qualitätssymbol verwendet werden.

IMO
1992 gegründete international arbeitende Organisation, die für die Inspektion und Zertifizierung von Textilien zuständig ist. Die Zertifikate der IMO stehen für höchste ökologische Qualität. IMO zertifiziert für das GOTS Label, der Organic Trade Association (OTA), für Demeter International und im Auftrag der Soil Association.
IMO ist außerdem die einzige Organisation, die nach den Richtlinien des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft, kurz IVN, zertifiziert und das entsprechende Label vergeben darf.
 

Probleme bei der herkömmlichen Herstellungsweise von Textilien
Mittlerweile sollen knapp 50 % aller weltweit verbrauchten Textilien aus Baumwolle sein. Das dabei übliche Etikett „100% Baumwolle“ sagt allerdings nichts über die tatsächliche, chemische Reinheit, über den Anbau und über die Behandlung der Stoffe aus.

Sowohl Rohstoffe als auch fertige Produkte werden heutzutage rund um den Globus transportiert und in unzähligen Arbeitsgängen zu gebrauchsfertigen Kleidungsstücken geformt. Das zieht schwerwiegende Folgen nach sich: So werden z.B. 6 - 10 %  der weltweiten eingesetzten Pestizid allein für den  Baumwollanbau verwendet. Oft fehlen die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen beim Einsatz der Pestizide, welches ein großes Gefahrenpotential  für die Arbeiter in den Feldern darstellt. Darüber hinaus benötigt man für die Erzeugung eines Kilogramms Baumwollfaser 18 Tonnen Wasser, dies fördert die Versalzung und Erosion der Böden in den Trockenzonen der Erde.

Das Färben und Veredeln der Fasern und Stoffe ist gleichfalls problematisch. Damit die Textilien die jeweils gewünschten Eigenschaften (pflegeleicht, schmutz- und wasserabweisend, maschinenwaschbar, weich, glänzend und viele weitere) bekommen, muss die Naturfasern gebleicht, optisch aufgehellt, gefärbt, bedruckt und ausgerüstet werden. So werden neben rund 800 Farbmitteln, 600 unterschiedliche Substanzen als Textilausrüstungs- oder -hilfsmittel verwendet. Mengenmäßig setzt allein die deutsche Textilindustrie derzeit jährlich rund 15.000 Tonnen Farbstoffe, 160.000 Tonnen chemische Hilfsmittel und 200.000 Tonnen Grundchemikalien ein. Im Vergleich zu anderen Ländern ist das sehr wenig, schließlich gelten in Deutschland strenge Umweltauflagen. Ganz anders sieht es in asiatischen Ländern aus, dort fehlen weitgehend Umweltgesetze. Meist mangelt es auch an Schutzmaßnahmen für die Arbeiter, die vielfach direkt den gefährlichen Chemikalien ausgesetzt sind.






   
   



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